Tag 129 Meile 2334,1-2348,6

In der Nacht hatten wir wohl Besuch von einigen Elchen. Man konnte sie hören und am Morgens Sven wir frische Fußspuren. Rita hat versucht mich zu wecken, doch ich habe so tief geschlafen.

Dann ging es los. Wieder gegen 8 Uhr. Ich liebe unsere 15 Meilen Tage!

Heute war es landschaftlich jedoch nicht so der Hingucker. Gute 10 Meilen ging es durch abgebranntes Gebiet.

Pechschwarze Baumstümpfe ragten um uns herum und verbreiteten ihren vermoderten Geruch. Zudem war der Blick in die Ferne weiter durch Rauchschwaden verdeckt. Schade, ich hoffe die Luft klart in den nächsten Tagen auf und wir können wieder die tollen Aussichten genießen. Das ganze Berg auf laufen soll sich ja lohnen.

Das Feuer in diesem Gebiet ist schätzungsweise zwei Jahre her. Das vermutet AnaBandana, die in ihrer Familie einige Feuerwehrleute hat.

Aus dem mit Asche geschwärztem Boden wachsen schon wieder kleine grüne Pflanzen. Die Bäume knarren im Wind und in der Dämmerung wäre es durchaus etwas gruselig hier entlangzulaufen.

Doch so faszinierend diese Brandgebiete auch sind, nach ein paar Meilen wurde mir etwas langweilig. Leider konnte ich mir die Zeit nicht mit Hörbüchern vertreiben, da ich Akku sparen muss. Meine Powerbank ist fast leer und es sind noch ein paar Tage bis Snoqualmie.

Auf einmal wurde es jedoch wieder grün und wir standen im dicht bewachsenden Wald! Die Luft war wieder frisch und wir hatten am Abend sogar das Glück auf Trailmagic zu stoßen!

Wir kamen an einer Hütte vorbei (Mike Urich Cabin) und trafen einen Hiker aus Rumänien, der uns zu einer Feldstraße lotste und sagte, dass es dort Trailmagic gibt. Und tatsächlich. An einen gelben Jeep gelehnt stand ein Mann, der uns Bier, Äpfel und einen Haufen Süßigkeiten anbot. Wir verbrachten insgesamt eine Stunde dort und unterhielten uns super. Der Mann mit dem Jeep unternimmt häufig Wanderungen für einige Tage und kennt das Gefühl, wenn man von kaltem Bier und Essen träumt. Und der Hiker aus Rumänien läuft ebenfalls den PCT. Nur in die andere Richtung. Wir tauschen uns über die Feuersituation aus und er gibt uns viele Tips, wo man am besten Essen gehen kann!

Als wir uns schließlich aufraffen können laufen wir noch 1,5 Meilen und finden einen hübschen Zeltplatz. Eigentlich kann man von hier aus Mt. Ranier sehen, doch nicht bei all dem Qualm…

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