Tag 127 Meile 2302,0-2318,5

Heute früh war mir richtig kalt. Ich bin nachts zwischendurch wach geworden und habe leicht gefroren. Allerdings war ich zu müde um mir einfach was wärmeres anzuziehen und habe so die Nacht über nur ein Tshirt angehabt. Das hab ich dann morgens davon…

Also schnell die Daunenjacke und lange Hinni an und dann wurde es fix wärmer.

Gegen acht Uhr bin ich dann losgelaufen. Vorbei an einigen Wiesen und Seen.

Zwei Flüsse musste ich überqueren. Über den ersten Fluss führte glücklicherweise eine Brücke, den zweiten Fluss musste ich allerdings über Steine hüpfend überqueren. Oder viel mehr balancierend. Ein Stein war nicht fest, was ich erst merkte als ich mich bereits drauflehnte. Ich kam ganz schön ins Wanken und sah mich bereits im Wasser liegen. Doch ich fing mein Gleichgewicht glücklicherweise wieder und überquerte den Fluss trockenen Fußes.

Danach machte ich eine kleine Pause und wartete auf Rita und Glen. Die zwei sind heute früh etwas nach mir gestartet. Doch als sie nicht kamen bin ich weitergelaufen. Wir hatten am Morgen einen Platz zum Mittagessen ausgemacht. Dann wollte ich eben da warten.

Zwei Meilen ging es Berg ab. Insgesamt war der Weg sehr nett zu laufen. Nicht steil oder felsig. Trotzdem gehört Berg auf weiterhin nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Man sollte meinen, dass sich meine Beine mittlerweile daran gewöhnt haben. Aber ich quäle mich gefühlt immer noch so wie am ersten Tag.

Am Treffpunkt zur Mittagspause angekommen holte ich Wasser vom nahe gelegenen Fluss und schmiss meinen Kocher an. Nudeln mit Ketchup gibt es diese Woche.

Schließlich trudelten auch Rita und Glen ein und insgesamt machten wir knapp über zwei Stunden Pause. Mit ausgiebigem Mittagsschlaf!

Danach ging es noch etwas Berg auf, bis der Weg schließlich weitestgehend flacher wurde. Nur kurze Anstiege unterbrachen die Wanderidylle. Wir liefen an zig Blaubeersträuchern entlang. Die Beeren hingen dick und reif an den Ästen und natürlich musste ich da immer wieder kleine Pause einlegen.

Am Abend kamen wir dann an einem See an und suchten schnell einen Zeltplatz. Denn viele flache Plätze waren bereits belegt. Eine Gruppe Pfadfinder und andere Hiker hatten ihr Nachtlager bereits aufgeschlagen. Trotzdem fanden wir noch einen Platz und für mich gab es am Abend noch die ultimative Trailmagic!

Eine andere Wanderin hatte Puddingpulver dabei. Mit Zitronengeschmack. Einfach kaltes Wasser hinzufügen und gut schütteln. Sogar Kekse waren dabei!

Da sie morgen mit neuem Essen versorgt wird, hat sie mir die Tüte gegeben! Seit Tagen schmachte ich nach Pudding! Jetzt muss ich nur noch einen kalten Fluss finden und dann gibt es endlich Pudding! Ich bin so gespannt!

Und ich habe heute drei weibliche Elche gesehen! Am Vormittag liefen sie seelenruhig über den Trail. Keine 20m von mir entfernt.

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