Tag 100 Meile 1418,3-1438,8

Gestern spät am Abend kamen noch andere Hiker zu unserem Zeltplatz. Zuerst sah ich nur die hellen Stirnlampen, doch dann hörte ich wie sie ihre Zelte aufbauten. Als ich dann heute früh gegen fünf halb sechs wach wurde waren die Hiker bereits in Aufbruchstimmung. Das war eine kurze Nacht!

Um viertel nach sechs lief ich dann auch los. Vor Rita und Glen, die noch frühstückten. Ich kam ein einer großen Dammanlage (Lake Britton Damm) vorbei und die morgendliche Sonne tauchte die Bergspitzen in sanftes Licht.

Nach sechs Meilen kam ich dann an die erste Wasserquelle, den „Rock Creek“. Über eine Brücke war der Fluss trockenen Fußes zu überqueren und man konnte leicht zum Fluss hinunterkommen um Wasser zu holen. Grade als ich wieder loslaufen wollte, kamen Rita und Glen zusammen mit Max und Gretchen an. Wir machten alle zusammen eine kurze Pause und gingen dann weiter.

Es lag ein langer Anstieg vor uns und es war bereits unglaublich warm. Trotz viel Schatten im Wald lief der Schweiß nur so runter und die Luft stand zwischen den Bäumen.

Dann sah ich Max auf dem Trail auf uns warten. Als wir näher kamen sagte er „Achtung, direkt neben dem Trail ist eine große Klapperschlange.“

Ich fasste mir nur an den Kopf und schimpfte, dass es wie in der Wüste sei. Alle lachten und stimmten zu. Die Schlange war tief im Gebüsch verschwunden und wir konnten gefahrlos weiterlaufen.

Gegen zwölf Uhr machten wir schließlich eine lange Mittagspause und schliefen im Schatten.

Heute hatten wir circa alle 4 Meilen eine Wasserquelle. Trotzdem hatte ich das Gefühl, gar nicht so viel trinken zu können wie ich wieder ausschwitzte. Wie ein Kamel saßen wir an den Wasserquellen und tranken Liter für Liter „auf Vorrat“.

Am Abend haben wir dann an einer alten Feldstraße zwei Zeltplätze und eine kleine Wasserquelle gefunden. Jetzt liege ich erschöpft im Zelt und hoffe, dass die Biene die lautstark um mein Zelt herumfliegt bald auch müde wird und aufhört.

Ach und wir hatten heute einen guten Ausblick auf Mt. Lassen. Leider war es etwas diesig und der Berg ragte mehr wie eine verschwommene Geistergestalt empor.

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