Tag 93 Meile 1225,4-1249,7

Heute früh ging es um Punkt halb sieben los. Wir wollten knapp 25 Meilen bis zum ‚Middle Fork Feather Creek‘ schaffen.

Doch vorher noch kurz ein kleiner Ausflug in die Nacht. Wir hatten Besuch von einem Reh. Gegen Mitternacht graste es um unsere Zelte herum. Doch ich habe alles verschlafen. Jedoch bin ich ganz froh darüber, denn ich hätte wahrscheinlich gedacht, dass ein Bär neben meinem Zelt steht. Am Morgen konnte man dann auf dem Trail die Rehspuren sehen.

So, es ging also um halb sieben los. Nach circa 2 Meilen kamen wir an einen Bach, an dem wir unsere Wasserflaschen füllten. Die Nächste Quelle kommt erst in 11 Meilen. Bis dahin gibt es zwar noch 1-2 andere mögliche Wasserstellen, diese sind jedoch jeweils knapp eine halbe Meile vom Trail entfernt. Also entschieden wir uns für einen Fluss in 11 Meilen, der nur circa 800ft vom Weg entfernt ist.

Es ist mir völlig schleierhaft, wie ich in der Wüste teilweise 5-6l Wasser mit mir rumtragen konnte. Jetzt sind mir 2l schon zu viel.

Bereits früh wurde es warm. Richtig warm. Sobald ich in der prallen Sonne stand, lief der Schweiß nur so runter. Erneut bin ich also sehr froh darüber, dass wir viel durch Wälder laufen. Die Bäume sind mit Moos bewachsen und man kann erkennen wir hoch im Winter der Schnee war. Denn das Moos fängt erst ab circa 2m vom Boden entfernt an zu wachsen.

Insgesamt gab es zwei ‚größere‘ Anstiege, die zwar gar nicht so groß waren, mir in der Hitze jedoch trotzdem schwer fielen. Außerdem habe ich wieder Essensfantasien. Rund um die Uhr denke ich an meine Lieblingsessen oder an banale Dinge wie Tomaten. Also habe ich auch rund um die Uhr Hunger. Egal wie viel ich esse! Sich dabei aufs Wandern zu konzentrieren und Berge hochzulaufen ist gar nicht so einfach.

Gegen Abend treffen wir dann auf viele andere PCT Hiker. Also beeilen wir uns zum Fluss zu kommen, denn alle wollen dort heute übernachten. Immerhin soll man in dem Fluss super baden können, das reizt natürlich alle bei der Wärme.

Als wir dann am ‚Middle Fork Feather Creek‘ ankommen sichern wir uns alle einen Zeltplatz und ab geht es ins Wasser! Wenn man ein kurzes Stück schwimmt, kommt man in einen großen „Pool“, in dem es kaum Strömung gibt und in dem sich große Felsen befinden, auf die man sich im Wasser setzen kann. Die letzten Tage waren so staubig, dass man immer eine kleine Sandwolke hinter sich aufgewirbelt hat. Dementsprechend sahen die Beine auch aus! Also kam die Abkühlung und das Bad grade recht!

Hier ist es so schön, dass wir beschlossen haben morgen etwas auszuschlafen und erst später in den Tag zu starten. Eventuell beginnen wir den Tag dann mit einem kurzen Bad. So lässt es sich auf dem PCT leben und diese Erlebnisse sind die besten!

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