Tag 68 Meile 850,6-869,2

Heute war der Tag von Wasser und Brücken geschmückt.

Wir starteten, wie so oft, gegen sechs Uhr am Morgen. Meine Nacht war recht ungemütlich, da meine Luftmatratze Luft verliert. Ich kann das Loch aber einfach nicht finden. Das wir wohl mein Projekt in der nächsten Stadt.

Nach dem es anfangs Berg ab ging, trafen wir schließlich auf einen Pinienwald, durch den der Trail flach entlanglief. Wir überquerten den ersten Fluss über eine Brücke und liefen dann an einer Art Schlucht entlang, durch die ein reißender Fluss lief.

Kurz bevor es dann an den Anstieg zum nächsten Pass ging überquerten wir eine weitere Brücke und trafen auf JMT Hiker (Jon Muir Trail). Der JMT und PCT laufen zeitweise über die selben Wege, nur in entgegengesetzte Richtung. Daher kann man sich sehr gut über die folgenden Pässe etc. austauschen.

Der Anstieg war dann anfangs sehr anstrengend. In Schleifen führte der Weg Richtung Pass und in der Sonne war es heute sehr warm. Als wir dann jedoch einen Fluss kreuzten machten wir Mittagspause und der darauffolgenden Weg war angenehmer. Anfangs führte der Weg recht flach an verschiedenen Seen vorbei, in denen die Fische schwammen und deren Oberfläche glitzerte.

Dann wurde der Weg noch einmal etwas steiler und schließlich standen wir auf dem Selden Pass (10913ft). Der Ausblick war wieder einmal toll und wir hatten dieses Mal kaum nennenswerten Schnee auf dem Trail. JMT Wanderer, die wir gestern getroffen haben, sagten bereits, dass kaum Schnee liegt. Daher hatten wir den Pass heute Nachmittag noch in Angriff genommen.

Am Abend mussten wir dann noch einen Fluss überqueren. Den Bear Creek. Dieses Mal war das Wasser etwas tiefer als knietief, doch die Überquerung klappte gut und in der Abendsonne konnten wir alle wieder trocknen.

Zum Schluss muss ich noch loswerden, dass sich meine Gedanken seit zwei, drei Tagen nur noch ums Essen drehen. Und ich meine wirklich den ganzen Tag. Ich habe alle möglichen Gerichte vor Augen bilde mir ständig Essensgerüche ein. Außerdem muss ich stark an mich halten um nicht mein ganzes Essen auf einmal zu essen. Das muss wohl der ominöse „Hikerhunger“ sein.

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