Tag 67 Meile 834,8-850,6

Heute sind wir schon um halb sechs gestartet. Vier Meilen vor uns liegt der Muir Pass (11969ft). Und es soll viel Schnee geben.

2 Meilen vor dem Pass und 4 Meilen danach. Das lässt sich bei festem Schnee besser laufen.

Der Weg fing auch sehr gut an. Wir kamen gut voran, obwohl wir direkt am Anfang einen breiten Fluss überqueren mussten. Dort tummelten sich viele andere Hiker und sie erzählten und, dass etwas flussaufwärts viele große Steine im Fluss liegen. Über die kann man ohne Probleme rüberlaufen. Gesagt getan und schnell konnten wir trockenen Fußes weiter.

Nicht viel später trafen wir auf den ersten Schnee. Der war tatsächlich noch so fest, dass man keine Microspikes gebraucht hat. Als es dann jedoch etwas steiler wurde, haben wir sie übergezogen.

Es lief sich angenehm und zügig im festen Schnee.

Wenn man den Muir Pass besteigen will, wird dazu geraten sich immer an den verschiedenen Seen auf dem Weg dorthin zu orientieren. Denn man kann hier leicht eine falsche Abzweigung nehmen und landet dann auf dem falschen Pass. Die Seen sollen immer links von einem liegen und da der Trail durch den Schnee sowieso verdeckt ist, ist es gut eine andere Orientierungshilfe zu haben.

Kurz vor dem Pass mussten wir dann doch noch einmal klettern. Steil ging es die Schneewand bergauf.

Die Pässe zu überqueren ist harte Arbeit und es dauert oft Stunden. Doch wenn man oben angekommen ist, entschädigt einen die Aussicht für all die Plackerei am Anfang.

Auch hier war die Aussicht atemberaubend. So weit oben zu stehen und um sich herum die schneebedeckten Gipfel zu sehen lässt die Zeit still stehen.

Das besondere an diesem Pass ist zudem, dass sich hier eine Nothütte befindet. Eine kleine Steinhütte, in der man bei Sturm o.ä. Schutz findet.

Nach einer kurzen Pause ging es dann wieder Berg ab. Da auch hier der Trail nicht zu sehen war, liefen wir einfach grade herunter. Sich dieser Seite war der Schnee teilweise schon etwas weich und durch die Schneeschmelze hatten sich kleine Flüsse gebildet, die die Schneedecke über ihnen instabil machte.

Insgesamt kamen wir trotzdem super voran und es war ausnahmsweise nicht so schwierig den Trail bzw. die richtige Richtung zu finden.

Irgendwann trafen wir wieder auf den Trail, der nur noch von kleinen Schneefeldern bedeckt war. Jedoch war der Weg durch den schmelzenden Schnee teilweise völlig aufgeweicht und man lieferte sich eine richtige Schlammschlacht.

An einem See machten wir schließlich Mittagspause. Sogar pünktlich zur gewohnten Zeit. Heute haben wir den Pass wirklich schnell hinter uns gebracht. Trotz des Schnees kamen wir einfacher voran.

Dann schließlich wurde die Landschaft wieder satt grün. Nahe am Pass ist alles weiß vom Schnee und grau von den Felsen. Doch nach dem Abstieg ploppt die Natur plötzlich wieder auf und überall stehen Bäume, sattgrünes Gras sprießt und die Blumen sprühen.

Mein Highlight heute war ein See kurz nach dem Pass, der mit Eisschollen bedeckt war. Am Ufer konnte man die ersten Meter in den See hineingucken, da was Wasser glasklar war. Die Berge haben sich darin gespiegelt und es sah einfach wunderschön aus!

Mit dem Muir Pass heute haben wir alle Pässe, die über 12000ft hoch sind hinter uns gebracht. Vielleicht treffen wir dann in Zukunft nur noch auf wenig Schnee.

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