Tag 58 Horseshoe Meadows – Meile 759,5

Heute früh war es kalt! Nachts hat es leicht gefroren doch am Morgen waren weder Zelt noch Schlafsack klamm. Mit langer Leggings und Windjacke ging es dann los. Vom Zeltplatz liefen wir zum Cottonwood Pass um dort wieder auf den PCT zu treffen.

Der Weg war vorerst eben und wir kamen an einer Baumwurzel vorbei, die an einer Stelle etwas wie ein Wolfskopf aussieht. Irgendjemand hat das Gebilde sogar mit kleinen „Zähnen“ perfektioniert.

Danach ging es in guten 30 Schleifen den Weg hinauf. Und ja, ich habe gezählt. Man muss sich schließlich beschäftigen.

Oben angekommen trafen wir auf kleine Schneefelder und hatten einen tollen Ausblick! Man ist umgeben von Granitfelsen, Pinien und etwas Schnee. Es sieht aus wie auf Postkarten und man selber steht mitten drin.

Kurze Zeit später machten wir eine kleine Pause an einem See. Im Hintergrund ragten die großen hellen Felswände hervor.

Schließlich passierten wir die Grenze zum Nationalpark. Wir befinden uns nun im Sequoia & Kings Canyon National Park. Am hier ist der Bärenkanister Pflicht! Wird man ohne erwischt zählt man eine Strafe und fliegt aus dem Park.

Am Nachmittag merkte ich dann langsam, dass ich meinen Rucksack wohl doch etwas anders packen muss. Ich bekam zunehmend Rückenschmerzen und wahrscheinlich drückt der Bärenkanister zu stark auf meine Rückseite.

Auch hat sich nun die eigene Routine verändert. Am Morgen muss man das Zelt verlassen um seinen Bärenkanister und damit das Frühstück zu holen. Vorher lag alles bequem im Zelt. Außerdem wird nun am Abend etwas abseits vom Zelt gekocht, danach werden Bärenkanister und Topf in sicherer Entfernung verstaut. Sonnencreme, Fußbalsam und Zahnpasta kommen ebenfalls in den Bärenkanister. Man muss sich also gut überlegen, ob man alles erledigt hat, ansonsten muss man zurück zum Kanister laufen um sich die Zähne zu putzen o.ä.

Am Abend hab ich meinen ersten Reiter auf dem PCT gesehen! Das Pferd trug die Ausrüstung und der Reiter lief voran.

Morgen laufen wir circa 8 Meilen bis zur Gabelung zum Mt.Whitney. Dort warten wir auf „Irish“, der bereits heute Abend vorgeeilt ist um morgen früh den Berg erklimmen zu können. Glen, Rita und ich haben uns dagegen entschieden. Ich möchte keine Höhenkrankheit riskieren und will meine Kräfte für den Forrester Pass aufsparen. Der erwartet uns bereits übermorgen!

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