Tag 45 Meile 600,2-615,9

Heute früh sind wir circa 2 Meilen bis zur nächsten Wasserquelle gelaufen. Es war ein kleiner Fluss und mit Hilfe von Rohren konnte man schnell seine Flaschen auffüllen.

Wir haben gestern beschlossen hier zu frühstücken. Ich war jedoch kaum hungrig und so aß ich lediglich ein paar Snacks.

Einige Hiker verließen den Platz bereits wieder. Viele hatten die Nacht hier verbracht. Wir wollten jedoch circa 1/2 Meile entfernt Mary Ann und Phil treffen. Da es jedoch noch etwas früh war konnten wir und Zeit lassen.

Also wuschen wir unsere Socken! Klingt komisch, aber man glaubt gar nicht wie dreckig die Socken werden. Und das nach nur zwei Tagen. Jeden Tag kann man eine Staubschicht von den Socken klopfen.

Dann machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt mit Mary Ann und Phil. Sie saßen bereits an ihrem Wagen und hatten Obst, Gemüse, Brot und Butter dabei. Vor allem das Brot und die Butter hat es allen angetan! Manchmal ist es so einfach uns Hiker glücklich zu machen.

Insgesamt verbrachten wir sicher gute zwei Stunden dort, trafen auf andere Hiker und sortierten unser Essen neu. Denn die beiden hatten unser eingekauftes Essen für die nächsten drei Tage im Auto. Das ist absoluter Luxus! Ansonsten hätten wir unser komplettes Essen für die Etappe bis zum Walker Pass tragen müssen.

Als wir aufbrechen wollten kam grade ein Hiker angerannt. Er rief laut „Trailmagic“. Leider war schon alles aufgegessen aber er freute sich sehr über eine Flasche Wasser.

Der folgende Weg war sehr angenehm zu laufen und so kamen wir nach einigen Meilen an einenWassertank. Dort trafen wir auf viele Hiker, die uns am Morgen überholt hatten.

Plötzlich hörte ich ein Motorcross, viele Feldwege hier sind sehr beliebt bei den Fahrern. Von der Maschine stieg eine Frau ab, sagte laut ihren Namen und zauberte unter ihrer Jacke eine Box mit einer großen Zimtrolle hervor! Wieder Trailmagic!

Außerdem wollte sie später eine Hikerin einsammeln und in die nächste Stadt fahren. Sie hatte Magenprobleme und wir haben sie bereits am Morgen getroffen. Wir boten ihr mehrmals unsere Hilfe an. Es ist gut zu wissen, dass sie die Hilfe eines Trailangels nun angenommen hat. Magenprobleme kann auf dem Trail wirklich niemand gebrauchen. Nun kann sie sich auskurieren.

Als wir weiterliefen und etwas Strecke hinter uns gelegt hatten änderte sich die Natur schlagartig! Wir waren umringt von Felsen, wunderschönen lila Blumen und atemberaubenden Ausblicken!

Es war weiterhin warm, doch es sah gar nicht mehr nach Wüste aus! Ich habe immer mehr das Gefühl, der Sierra näher zu kommen und die Wüste hinter mir zu lassen! Ein gutes Gefühl!

Am Abend sputeten wir uns dann zum nächsten Wasserspot. Wir sind am Vormittag kaum gelaufen und da wir immer wieder Pausen machten (für Fotos und zum genießen) waren wir am Abend noch nicht weit gekommen. Also nahmen wir die drei Meilen bis zum Watercache die Füße in die Hand und schafften es noch im Hellen unsere Zelte dort aufzubauen.

Von dem Trailangel am Wassertank wussten wir, dass der Cache frisch aufgefüllt wurde. Sie bedient diesen Cache nämlich. Ansonsten hätten wir uns nicht darauf verlassen!

Am Abend habe ich mich dann noch kurz gewundert wieso es so hell ist. Aber wir haben bald Vollmond und hier draußen bemerke ich erst richtig wie hell der Mond sein kann.

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