Tag 34 Meile 454,5-464,3

Eigentlich wollte ich heute etwas ausschlafen. Doch die innere Uhr weckte mich um 5 Uhr. Genau wie jeden Tag auf dem Trail. Die Menschen die mich kennen wissen, wie sehr ich es liebe auszuschlafen und dass ich nicht zu den passionierten Frühaufstehern gehöre. Aber auf dem Trail ticken die Uhren eben anders. Hoffentlich ändert sich das zu Hause wieder!

Ich hörte, wie um mich herum viele Zelte abgebaut wurden. Es herrschte Aufbruchstimmung. Also keine Chance für mich nochmal ein Auge zuzumachen.

Zudem krähte der Hahn pünktlich um viertel nach fünf.

In „Hiker Heaven“ laufen tagsüber die Hühner frei herum. Also muss man immer schön aufpassen, dass man sein Zelt richtig verschließt. Ich Dusselkopf muss allerdings einen kleinen Schlitz meines Innenzeltes offen gelassen haben. Denn am Vormittag hüpfte fröhlich ein Huhn in meinem Zelt herum. Da es mein „Haus“ nicht von alleine verlassen wollte, habe ich es kurzerhand gepackt und freundlich vor die Tür gesetzt. Gott sei Dank hat das Huhn weder Zelt, noch Isomatte oder Schlafsack durchpickt!

Meine Brille habe ich am Morgen noch direkt im Zelt geklebt. Hat super funktioniert und wirkt stabil.

Rita hat uns dann Frühstück gemacht! Gekochte Eier, Kohl und Schinken. Der perfekte Start!

Meine Hose habe ich auch genäht, die war die letzten Tage an der Naht gerissen. Außerdem habe ich mein Essenspacket aus der Garage (quasi die Schaltzentrale von „Hiker Heaven“) geholt und noch einmal sortiert.

Da das Wetter perfekt zum Wandern war (bewölkt, etwas windig und nicht heiß) beschlossen wir in einem kleinen Café Mittag zu essen und danach wieder auf den Trail zu gehen. Den geplanten Zeroday haben wir somit gestrichen.

Mein Rucksack ist so schwer wie lange nicht mehr. Ich habe Essen für circa 7 Tage dabei plus 2l Wasser. Die nächste größere Stadt ist Tehachapi. Circa 110 Meilen von „Hiker Heaven“ entfernt. Ich habe mit kurzen Tagen geplant, da ich meine Füße weiterhin etwas schonen will.

Nach einem zweiten Frühstück in einem kleinen Café ging es zu erst 2 Meilen an der Straße entlang. Dann weitere 6 Meilen bergauf bis wir auf die nächste Wasserquelle trafen. Danach liefen wir noch circa eine gute Meile bis wir im Sonnenuntergang einen schönen Platz zum zelten fanden.

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