Tag 24 Meile 296,3-317,9

Der Tag war hart und lang und stand unter dem Motto „Brücken“.

Hart, weil meine Füße mir weiterhin Probleme machen.

Lang, weil wir knapp über 21 Meilen gelaufen sind und ich nur schleppend voran kam.

Brücken, weil wir insgesamt drei Brücken überqueren mussten um weiterzukommen.

Am Morgen liefen wir nur etwa zwei Meilen bis zu einem Campingplatz mit Toiletten und Picknicktischen. Ursprünglich war dieses gestern unser Tagesziel. Glen und Rita wollten dort frühstücken und ihr Zelt trocknen. Ich filterte jedoch nur kurz Wasser, aß ein paar Snacks und lief dann weiter. Durch meine Fußschmerzen bin ich langsam und brauche eine Weile um „in den Tritt zu kommen“.

Ich passierte den 300 Meilen Marker und lief mich warm. Wenn ich erstmal laufe, sind die Fußschmerzen auszuhalten.

Der Trail führte Meile für Meile am Deep Creek entlang. Beziehungsweise nicht direkt am Flussufer, sondern mit Blick auf den Fluss am Berg entlang.

Es wurde wieder warm, was nach dem Schnee gestern ein wirklicher Temperaturschock ist. Aber ich hatte keine Kreislaufprobleme oder ähnliches.

Um 11Uhr fing ich an auf Glen und Rita zu warten. Zusammen entschieden wir dann noch zwei Meilen zu gehen und dort Mittagspause zu machen. Der Platz dort war super schön! Wir hatten direkt einen kleinen Fluss vor uns und es gab genug Platz um unsere Zelte zu trocknen und die Schlafsäcke zu lüften.

Als es weiter ging, gingen Glen und Rita voran und waren schnell aus meinem Sichtfeld verschwunden. Ich passierte die Hot Springs. Das sind heiße Quellen, an denen man gut und gerne mehrere Stunden verbringen kann. Ich verzichtete jedoch, lagen doch noch einige Meilen vor mir die gelaufen werden wollten. Jedoch traf ich dort den deutschen Hiker von gestern wieder („Irish“). Wir machten uns zusammen auf den Weg, trafen zwischendurch wieder auf Glen und Rita und kamen irgendwann an einem Staudamm an.

Dort mussten wir einen Fluss überqueren, um wieder auf den Trail zu kommen. Das Wasser war kühl und nur knöcheltief. Für keine Füße war es eine Wohltat. Wäre ich alleine unterwegs gewesen, hätte ich wohl dort mein Zelt aufgeschlagen. Doch unsere kleine Gruppe wollte noch bis zum nächsten Wasserspot laufen und dort dann zelten.

Das Laufen viel mir leider immer schwerer und ich musste wirklich die Zähne zusammenbeißen. Meine Füße schmerzten nun bei jedem Schritt. Irgendwas muss ich mir einfallen lassen. Getaped sind sie schon und ich dehne und massiere sie jeden Tag mehrmals. Es ist niederschmetternd wenn jede Woche etwas Neues weh tut.

Irgendwann war absehbar, dass wir es nicht mehr im Hellen zum nächsten Zeltplatz schaffen. Doch wir liefen weiter und konnten so einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen.

Am Zeltplatz angekommen standen dort bereits einige Zelte. Es war 20 Uhr, also schliefen bereits fast alle anderen Hiker. Also schnell und möglichst leise die Zelte aufgebaut, Essen gemacht und schnell geschlafen.

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