Tag 1 Meile 0-15,4

Der erste Tag fing früh an. Um fünf bin ich bei Scout und Frodo aus meinem Schlafsack gekrochen und habe meinen Rucksack gepackt. Der Vorteil war, dass alle Hiker aus meinem Zelt ebenfalls am selben Tag losgelaufen sind und wir somit alle zusammen anfingen zu packen. Ohne jemanden zu stören.

Um halb sechs gab es dann Frühstück (Eier mit Käse gebacken, frisches Obst, Porridge) und um 6 Uhr war Abfahrt. Insgesamt waren wir 25 Hiker, die zum Southern Terminus gefahren werden mussten. Also haben andere Trail Angels aus Scout und Frodos Community geholfen und wir sind mit insgesamt 7 Autos und 25 nervösen Hikern losgefahren. Zumindest ich war nervös!

Nach den obligatorischen Fotos am Monument starteten wir. Die ersten Meilen liefen super, und circa bei Meile 4 war die erste Wasserquelle. Auch wenn ich mit meinen 6 Litern ausreichend ausgestattet war trank ich direkt einen Liter und filterte dann neu.

Am 10Uhr ging dann das Martyrium los. Es waren schlagartig knapp über 30 Grad und es ging stetig bergauf. Ich hatte wirklich etwas Probleme mit meinem Kreislauf, trotz ausreichend Wasser. Trotzdem habe ich mich noch ca. 2 Stunden weitergeschleppt, bis noch eine Gruppe anderer Hiker zu sich gewunken haben. Sie haben etwas abseits vom Trail einen super Schattenplatz gefunden. Ich wäre einfach daran vorbeigelaufen.

Nach und nach brachen die anderen wieder auf, schließlich lag das Tagesziel der meisten bei Meile 15,4. So auch meins.

Also startete ich um 14Uhr wieder, merke jedoch schnell, dass es mir einfach weiterhin viel zu heiß war. Also machte ich jede Meile eine Pause. Zwischendurch kam mir die Textzeile „Warum schickst du mich in die Hölle“ von Peter Mafay in den Kopf. Und ja, ich konnte mir partout keinen Grund einfallen lassen, wieso ich unbedingt den PCT laufen wollte. Aber ab circa 17Uhr kühlte es etwas ab und das laufen viel mir wieder leichter. Jedoch war ich noch weit von meinem Tagesziel entfernt.

Nach eine Weile traf ich einen anderen Hiker, der ebenfalls mächtig mit der Hitze zu kämpfen hatte. Wir beschlossen zusammen zu laufen und schafften es tatsächlich bis Meile 15,4. Zwar kamen wir dort erst im Dunkeln an, aber mir war das egal. Ich hatte es geschafft.

Normalerweise befindet sich an dem Zeltplatz ein kleiner Fluss, der war jedoch trocken und die nächste Wasserquelle war 1.6 Meilen entfernt. Da hinzulaufen kam definitiv nicht mehr in Frage.

Aber ich hatte Glück und ein Hiker hatte dort einige Liter Wasser geholt, von dem noch etwas da war.

Um 21Uhr mummelte ich mich in meinen Schlafsack und schlief direkt ein.

2 Kommentare zu „Tag 1 Meile 0-15,4

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