Tag 123 Meile 2260,7-2273,6

Heute früh haben wir noch einmal den Plan für den heutigen Tag besprochen. Zusammen mit Hummingbird und Rocket. Denn unsere „Bubble“ hat sich in den letzten Tagen geformt und so haben wir beschlossen, bis zum White Pass zusammen zu laufen. So kommt jeder sicher durch die Alternativroute.

Wir wollen sehen, ob wir heute im Verlauf des Tages an neue Infos über die Feuer vor uns bekommen. Sei es durch Handyempfang oder andere Hiker.

Die ersten Hiker die uns entgegen kommen wissen nichts neues. Daher sind wir bis zur Mittagspause noch genauso schlau wie gestern.

Dann kommt uns jedoch eine Hikerin entgegen, die sagt, dass die Alternativroute gestern um 15Uhr zum Teil gesperrt wurde und man nicht bis zum White Pass laufen konnte. Statt dessen gab es eine Alternative. Also bereits die dritte. Wir sind erst einmal gelassen und wollen abwarten. Viel mehr kann man momentan sowieso nicht machen.

Am Nachmittag treffe ich dann auf drei Hiker und frage sie aus. Was sie über die Alternativroute wissen und wie die Wasserlage ist. Die Wasserlage ist gut sagen sie. Und auch die zweite Alternativroute ist gut zu laufen. Der PCT ist durch Absperrbahn gesperrt. Man kann die Abzweigung zur Alternativroute also nicht verpassen. Dann frage ich sie noch ob sie etwas von der Sperrung gestern um 15 Uhr wissen. Sie sagen, dass sie davon gehört haben, jedoch ungefähr um die Zeit ganz normal auf der Route gestartet sind und nicht auffällig oder gesperrt war.

Also sind wir vorsichtig optimistisch, dass unser Plan für morgen aufgeht. Die zweite Alternativroute bis zum Highway 12 laufen. Von da aus kommt man direkt zum White Pass. Wollen wir mal hoffen, dass über Nacht nichts passiert.

So viel zum allgegenwärtigen Thema „Feuer“.

Doch noch schnell etwas zum heutigen Trail gesagt. Es war wunderschön! Eine der bisher schönsten Abschnitte auf dem PCT für mich. Es ging vorbei an zahlreichen bunten Wildblumen, die Schmetterlinge flatterten um einen herum wie bei Cindarella die Tauben.

Dann kamen wir immer weiter an die Goat Rocks heran und zum Cispus Pass. Die Aussicht war einfach der Wahnsinn. Überall hohe Felswände und tiefe Täler. Kleine Schneefelder waren zu sehen und viele kleine Bäche.

Die größte Wasserquelle war der Cispus River. Eiskaltes, absolut glasklares Wasser floss den Hang herunter und alle kühlten ihre Füße ab. Wir trafen sogar einen deutschen Hiker wieder, den wir zuletzt irgendwo in Südkalifornien gesehen haben. Spannend zu hören wie es ihm ergaben ist und er freut sich über die Infos zur Feuersperrung, denn er hatte noch kaum etwas davon gehört.

Vorbei an einem Wasserfall kamen wir schließlich an einen richtig tollen Zeltplatz. Mit Aussicht auf Mount Adams und weit genug vom Trail weg, dass man etwas Privatsphäre hatte. Heute sind unglaublich viele Tageswanderer unterwegs gewesen. Es ist Wochenende und hier gibt es viele tolle Zeltplätze. Doch so viele Menschen auf einmal zu sehen ist doch teilweise etwas überfordernd.

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