Tag 116 Meile 2150,8-2166,2

Heute ging es um halb acht los. Geplant war sieben, aber wie es dann so ist trödelt man. Rita und Glen sind sogar noch etwas später als ich gestartet. Aber wir haben ja auch nur mit 15 Meilen geplant. Also halb so wild.

Der Weg führte über eine Holzbrücke und dann ging es Berg auf. Für circa sieben Meilen. Direkt nach dem Stadt sah ich einen Regenbogen und die Wolken hingen regenschwer in den Bergen. Es war kühl und etwas windig und je höher es ging, desto nasser wurde es. Wir liefen durch die Wolken und ein nasser Film legte sich über uns.

In der Mittagspause fanden wir reife, dicke Blaubeeren. Lecker!

Einige Hiker überholten uns und wir sahen nur neue Gesichter. Mit einem Hiker habe ich mich etwas unterhalten. Er plant in drei Wochen fertig zu sein. Müde ist er und erschöpft. Will den Trail einfach nur noch zu Ende laufen.

Wir treffen zudem noch viele Hiker, die den PCT in die andere Richtung laufen. Also in Campo/Kalifornien an der mexikanischen Grenze aufhören. Alles sind sie frisch und haben noch super viel schönes vor sich. Ein deutscher Hiker guckt und ganz erstaunt an, als wir sagen, dass wir ebenfalls den PCT laufen. Er sagt, dass wir aber sehr gut dafür aussehen. Viele Hiker die er bisher getroffen hat sehen kaputt und dürr aus.

Das liegt daran, dass wir Oregon überspringen haben erzählen wir. Dort machen fast alle 25-30+ Meilen jeden Tag. Danach kaputt und dürr zu sein ist mehr als nachvollziehbar.

Ich bin froh über unsere Entscheidung und die Gespräche heute haben mich darin bestätigt. Ich will nicht abgerockt und ausgelaugt sein. Lieber den Trail in vollen Zügen genießen. Washington gefällt mir bisher unglaublich gut! Auch wenn es erst der zweite Tag ist.

Aber es ist als würde man durch den Dschungel, einen grünen Tunnel, laufen. Alles ist moosbewachsen und durch die tief hängenden Wolken leicht feucht. Die Geräusche sind so anders als noch in Kalifornien. Es tut gut in einem neuen wundervollen Staat zu sein!

Um fünf war dann der Tag für uns beendet. Nach 15 Meilen schlugen wir unsere Zelte an einem Fluss auf. Badeten die Füße, tranken Tee und freuten uns hier zu sein.

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