Tag 106 Meile 1516,4-1536,7

Gestern Abend hat mich irgendein Vogel wach gehalten. Es klang wie ein Huhn, das versuchen wollte zu fliegen und stattdessen um mein Zelt herumgehüpft ist. Also habe ich noch etwas gelesen und sah dann plötzlich Blitze in der Ferne und leises Donnern.

Mir kam es vor, dass das Gewitter sehr weit weg ist. Trotzdem baute ich noch schnell mein Regenzelt auf.

Heute früh bin ich dann erst um sieben/halb acht gestartet. Ich kam einfach nicht früher in die Gänge und habe mir mit allem Zeit gelassen.

Der Weg führte heute überwiegend immer am Bergkamm entlang, was uns tolle Ausblicke verschaffte!

Am Morgen kroch noch viel Rauch zwischen den Bergen entlang und man konnte die Berge in der Ferne nur als leichte Schatten wahrnehmen. Durch die Sonne und den Rauch färbte sich der Himmel am Morgen in leichtes Rosa.

Je weiter wir liefen, desto weiter entfernten wir uns von den Rauchschwaden und der Rauch wurde schließlich von großen weißen Wolken abgelöst.

Früher wollte ich in den Wolken wohnen, ich dachte, dass es da sehr flauschig sein muss. Wie Zuckerwatte habe ich es mir vorgestellt.

Doch die Wolken wurden am Nachmittag immer dunkler und leichter Donner war zu hören.

Schließlich liefen wir um eine Kurve und ich sah in der Ferne dunkle Schatten zwischen den Wolken und den Bergen. Zu erst dachte ich, dass es aufsteigende Rauchschwaden sind, doch dann erkannte ich es als Regen! Man konnte super sehen wo es grade regnet und die Sonne, die sich stellenweise durch die dichte Wolkendecke stieß, tauchte alles in unglaubliches Licht.

Der Donner wurde immer kräftiger und die Wolken zogen sich mehr und mehr zusammen. Als wir an einem See, unserem heutigen Nachtlager, ankamen, sah das Wasser tiefschwarz aus und das Donnern nahm weiter zu.

Wir bauten unsere Zelte auf, kochten und wuschen uns im See.

Dann ging die Sonne unter und alles um uns herum färbte sich in verschiedenen Rottönen. Es war ein unglaublich schönes Spektakel zusammen mit den Wolken!

Schließlich fing es dann an zu regnen. Oder viel mehr zu spüttern, denn noch hält sich der Regen in Grenzen. Mal sehen ob das so bleibt.

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