Tag 43 Meile 566,5-583,3

Trotz Bett habe ich nicht erholsam geschlafen. Ich weiß nicht woran es lag, aber als ich morgens aufgewacht bin war ich wie gerädert. Da habe ich auf meiner Isomatte und in meinem Schlafsack schon besser geschlafen!

Ich habe von einigen Hikern gehört, dass sie in Betten nur noch schlecht schlafen und ihre Isomatten vorziehen.

Um sieben Uhr gingen wir noch schnell etwas frühstücken. Für mich gab es ein vegetarisches Omelette mit Toast. Sehr lecker!

Zudem lud ich den aktuellen Waterreport auf mein Handy und wir überprüften noch einmal alle möglichen Wasserstellen. Die nächste Etappe, von Tehachapi bis Walker Pass, ist eine der trockensten! Es gibt vereinzelt Flüsse, die allerdings gerne austrocknen. Zudem gibt es teilweise Watercaches, jedoch sollte man sich auf diese nicht komplett verlassen und der Trailangel, der diese auffüllt, ist wohl nicht mehr dazu in der Lage große Wassermengen bereitzustellen.

Wir haben jedoch den absoluten Luxus, dass Mary Ann und Phil uns an einigen Stellen auf dem PCT treffen und Wasser mitbringen. Sie sind wirklich echte Trailangel und ich kann förmlich die Gesichter der Hiker sehen, die ihre Trailmagic mitbekommen!

Um 8 Uhr fuhren wir dann zurück zum Trail, trugen uns in das Register ein und los ging’s. Der Anfang führte flach neben dem Highway entlang. Dann mussten wir kurz den Trail suchen, da dieser nicht wirklich ersichtlich war. Mit GPS ist das aber glücklicherweise kein Problem.

Nach knappen 2 Meilen ging der Anstieg los. In Schleifen führte der Weg uns auf knapp über 6000ft Höhe. Es war bereits am Morgen heiß und ich hatte wieder einmal Schwierigkeiten mich an die Höhe zu gewöhnen. Ich hatte das Gefühl, dass mir etwas auf der Lunge sitzt und ich konnte nicht tief einatmen. Langsam kroch ich den Berg hoch, mal überholten andere Hiker mich, dann lief ich wieder an ihnen vorbei.

Dann traf ich auf Rita und „Irish“, die grade eine Pause im Schatten machten. Und „Irish“ hatte tatsächlich eine kalte Cola aus dem Motel mitgebracht! Die teilten wir zu dritt und danach machten wir uns an den restlichen Anstieg.

Es zogen zunehmend Wolken auf und es kühlte etwas ab. Meine Atmung beruhigte sich, trotzdem lief ich weiter langsam.

Während unserer Mittagspause wurde mir dann tatsächlich kalt und ich startete etwas früher als die anderen.

Über uns zog eine dunkle Regenwolke auf und es fing etwas an zu spüttern. Verrückt, wenn man bedenkt wie heiß es am Vormittag war.

Nach dem Anstieg verlief der Weg überwiegend Berg ab. Es gab nur kurze Anstiege. Trotzdem kam ich nicht richtig in Fahrt und trottete hinter den anderen her.

Den ganzen Tag über konnten wir weiter auf die Windkraftanlagen gucken und sahen auch einige ältere Modelle.

Am Abend kamen wir dann an der angepeilten Wasserquelle an. Dort standen bereits viele Zelte, so dass wir uns einen Platz etwas abseits suchten.

Morgen sind es wieder circa 19 Meilen bis zum nächsten Fluss. Kurz danach treffen wir Mary Ann und Phil. Jedoch erst übermorgen, daher werden wir wohl morgen nicht die kompletten Meilen bis zum Treffpunkt laufen.

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